Miteinander gegen Morgenmuffel

Einmal mehr klingelt der Wecker früh morgens, wenn noch dichter Nebel zwischen den Gassen liegt und zu morgendlicher Ruhe mahnt. Morgenroutine. Wie so oft setze ich mich dann im Zug lieber dorthin wo sich noch kein anderer Morgenmuffel hingesetzt hat. Schön, auch mal alleinige Morgenmuffelin zu sein. Nichtsdestotrotz fällt mir auf, dass ich damit eigentlich genau das Gegenteil davon auslebe, was mein Beruf von mir verlangt: ich will nicht mit anderen kommunizieren. Und schon frage ich mich: geht das überhaupt? Bereits Watzlawik erkannte: der Mensch kann nicht nicht kommunizieren.

Nicht ohne mein Tablet

Wertvolles Arbeitsgerät im logopädischen Alltag

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Neben den Therapien mit den Logo-Kindern, dem Vorbereiten der Lektionen und den Gesprächen mit den Bezugspersonen erledigen wir Logopädinnen viel Papierkram. Mir scheint, dass dieser Aufwand in den letzten Jahren stark zugenommen hat:

Fliegender Elefant

Ich wandle in der Stadt der 7 Hügel:

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Lissabon bietet seinem Besucher durch die Topographie immer wieder fantastische Ausblicke auf den Fluss Tejo, die Strassen und Häuserzüge. Ich schlendere also durch die Hauptstadt Portugals und entdecke das aus Kacheln zusammengefügte Bild eines Elefanten auf einem Augapfel, der dank Ballons mit darauf abgebildeten Mündern fliegt.

Imageprobleme hausgemacht?

Ein aktuelles und zentrales Anliegen der Logopädinnen und des DLV ist es, das Image unseres Berufes zu pflegen und zu verbessern. Dafür wird viel Zeit, Engagement und Geld investiert. Dennoch bleibt viel zu tun, wie ein Beispiel aus der Praxis zeigt:

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Logopädin über Nobelpreisträger

In Zusammenhang mit dem Nobelpreisträger Jacques Dubochet wurde der DLV von zwei Zeitungen für ein Interview angefragt: 

Aargauer Zeitung vom 6.10.17

St. Galler Tagblatt vom 7.10.2017 

Logopädie sichtbar gemacht

Bei der diesjährigen Delegiertenversammlung des DLVs sprach Dr. Ute Schräpler, Dozentin am ISP Basel, über die Sichtbarmachung der Logopädie.

Mogelpackung

Würden Sie den entzündeten Blinddarm Ihres Kindes einem „Chirurgen“ anvertrauen, der noch nicht einmal sein Medizinstudium abgeschlossen hat? Könnten Sie sich vorstellen, mit Ihrem depressiven Partner zu einem nicht fertig ausgebildeten „Psychologen“ zu gehen? Wie würden Sie reagieren, wenn Sie erfahren, dass Ihre Wirbelsäule eben von einem „Physiotherapeuten“ geknetet wurde, der noch keinen Berufsabschluss hat?

Vintage!

Eine Ode an das Wiederverwerten. Oder warum auch Sie wieder einmal auf dem Dachboden schmökern sollten.

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Weise Entscheidungen zum Wohl der Patienten

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Würden Sie bei einem gesundheitlichen Problem JA sagen zu einem Eingriff, einer Therapie oder einem Medikament mit unsicherem Nutzen? Wohl kaum.

Im Jahr 2011 lancierten Ärztinnen und Ärzte in den USA die «Choosing Wisely»-Initiative. Ziel dieser Initiative ist es, nicht nur «kluge Entscheidungen» herbeizuführen, sondern auch die offene Diskussion zwischen Ärzteschaft, den Patientinnen/Patienten und der Öffentlichkeit zu fördern.

DLV meets dbl

Anlässlich des 46. Jahreskongresses des Deutschen Bundesverbandes für Logopädie e.V. (dbl) reisten zwei Vertreterinnen des Deutschschweizer Logopädinnen- und Logopädenverbandes (DLV) nach Mainz. Welche Stadt könnte für einen Kongress von Logopädinnen und Logopäden geeigneter sein, als eine Stadt, in der Johannes Gutenberg den Buchdruck erfunden hat?

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Ds Schmöckschiitli

Ich gehöre zur aussterbenden Generation, die als Kinder stundenlang Platten mit Jörg Schneider hörte und weiss darum, dass «ds Schmöckschiitli» in einem der Kasperlistücke als Synonym für unsere Nase steht. Warum schreibt eine Logopädin über unser Geruchsorgan und nicht über den Mund?

 

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Die Zukunft der Logopädie

Ein Plädoyer für die Betreuung von Praktikantinnen*

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Lebst du auch im hier und jetzt? Das ist super! Unser Alltag bietet beruflich auf jeden Fall viel Abwechslung.

Zusätzlich Abwechslung und eine Investition in die berufliche Zukunft von uns allen bietet aus meiner Sicht die Betreuung von Praktikantinnen.

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit?

In den Medien wird mit diesem Schlagwort vorwiegend auf die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam gemacht. In unserem Beruf verdienen die Männer gleich viel wie die Frauen. Aber trotzdem besteht bei Logopäden und Logopädinnen keine Lohngleichheit.

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Essen gehört zur Logopädie

Logopädie befasst sich, nicht ausschliesslich, aber doch viel mit dem Mund. Der Mund ist zum Sprechen da, aber auch um Nahrung aufzunehmen. Gehört Essen also in die Logopädie?

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Singen während der Schwangerschaft

Eine Schwangerschaft kann das Sprechen und insbesondere das Singen erschweren. Das wachsende Baby übt Druck auf Lungen und Zwerchfell aus. Nicht alle sind davon aber betroffen.

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Als ich mit meinem ersten Kind schwanger war, war für ein paar Wochen Schluss mit Singen. Auf jeden Versuch von Atemstütze oder Abspannen reagierte mein Körper mit plötzlicher Übelkeit.

Es war einmal: das Videospiel

Wie sie alle heissen: Nintendo, Nintendo-Switch, PSP, xBox, PS4, Wii, WiiU. Die Namen hören sich hip an, der Gebrauch der Konsolen findet in vielen Familien täglich statt. Was aber, wenn das Thema auch in der Logopädie für einmal Oberhand gewinnt?

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Schoppen, Schnabelbecher und Co.

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Hintergründe und Tipps aus logopädischer Sicht

Logopädin wird Mutter, Teil 5

Umfallen, abfallen, ausfallen…

Begebenheit 1: Ein erwachsener Anfänger in der Skischule fällt aus dem Stand um. Ein Knirps beobachtet die Szene amüsiert und sagt zu seiner Mutter: „Schau mal! Der grosse Mann hat sein Übergewicht, nein sein Untergewicht,…hm… sein Gleichgewicht verloren.“

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Please, Mr. Postman

Mit Kindern aus dem Autismus-Spektrum die Kommunikation zu entdecken heisst einerseits ganz gezielt Kommunikation zu üben und andererseits dann das Geübte in verschiedenen realen Situationen anzuwenden.

Zwei Mal in der Woche betätigt sich einer meiner Logo – Schüler als „Pösteler“ unserer Schule. Das heisst genauer:

Rezept für das neue Jahr

Was tue ich nur, was mache ich bloss? Geht es euch auch so?

Draht im Mund

„Ich habe seit drei Wochen eine Spange“. Wer das sagt ist kein Teenager: ich bin 53 Jahre alt. Entschieden habe ich mich für diese funktionelle kieferorthopädische Intervention, weil ich mit 20 Jahren ein perfekt korrigiertes Gebiss hatte, sich Kiefer und Zähne aber rund um den 30., 40. und 50. Geburtstag bewegten und damit mein Lächeln veränderten. Die Schaufeln kippten zusehends zueinander und der Biss entwickelte sich zu einem Tiefbiss. Ich hatte morgens schon müde Augen.

Laissez-moi faire!

Einmal mehr das gleiche Bild: Seit Wochen wünscht sich der 3-jährige Timo nichts anderes als jedes Mal mit den Autos spielen zu dürfen.

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Alles im Grünen Bereich?

Gedankenaustausch über Monitoring

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Ein Gedankenaustausch hat das Ziel, Gedanken, die im Kopf einer Person sind, in den Kopf einer anderen zu transferieren. Um dies zu erreichen kann nicht nur Sprache, sondern auch Schrift, Bilder, Mimik, Bewegungen, Zeichen und vieles mehr eingesetzt werden.

Begleitung auf dem Weg zum Erwachsenwerden

Logopädische Therapie bei Mutationsfistelstimmen

Was ich an meinem Beruf besonders spannend finde, ist mitunter die Behandlung logopädischer Störungsbilder, welche wir am Kantonsspital in Aarau selten behandeln.

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Radio-Beitrag zu Aphasie-Chören

Nach einer Hirnblutung haben viele Menschen Mühe mit Sprechen; sie leiden an Aphasie. Singen können sie aber häufig sehr gut. Im Regionaljournal AG/SO vom 2. November 2016 berichten zwei Chormitglieder.

„Tschick“ – oder: Tipps für eine tragfähige Stimme

Seit Mitte September läuft der Road-Movie „Tschick“ im Kino. Der gleichnamige Jugendroman (die Vorlage zum Film) hat mich vor einigen Jahren so sehr gepackt, dass ich das Buch kaum weglegen konnte.

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…aaach und noch was!

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Es ist nicht immer ganz einfach, bescheiden und zurückhaltend zu sein. Gerade wenn man einen Vortrag über das eigene Fachgebiet erstellen sollte, gilt es nebst tiefgreifender Information auch den Rahmen nicht zu sprengen. Ein Erfahrungsbericht.

Hallo Nuggi – und tschüss!

Logopädin wird Mutter, Teil 4

Als Logopädin begegne ich Kindern im Kindergarten, die zu Hause einen Schnuller benutzen. Die negativen Folgen beim Sprechen und Schlucken beobachte ich im logopädischen Alltag häufig.

Zu Beginn meines Daseins als Mutter schwor ich mir, dass der Nuggi bei unserem Nachwuchs mit spätestens zwei Jahren verschwunden sei. Unser Junge ist nun zweieinhalb Jahre alt und nuckelt beim Schlafen immer noch. Das Abgewöhnen stellt sich als schwieriger heraus als gedacht.

Schönheitstrend krumme Zähne

Da traue ich meinen Augen kaum: in der Patientenzeitung „Zahninfo“ (Schweizerische Zahnärzte-Gesellschaft SSO, 3/2015) lese ich, dass sich in Japan Frauen jeden Alters bewusst krumme Zähne machen lassen. Der Kieferorthopäde soll im Zusammenhang mit dem Manga-Wahn auch im Bereich der Zähne zu einem mädchenhaften Aussehen verhelfen. Diese Zahnstellung soll ein (ewiges) Wechselgebiss suggerieren. Bei kindlichem schmalen Oberkiefer bleibt für die Zähne zu wenig Platz und als Folge stellen sie sich schräg. Mangas sind Frauen(abbildungen), die auf unschuldiges Mädchenaussehen zielen.

Hallo, wer liest das?

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Seit mehr als zwei Jahren nun schreiben Kolleginnen aus verschiedenen logopädischen Arbeitsbereichen Blog-Texte..